Herne (dpo) - Das ging ja ruckzuck: Eine Familie aus dem nordrhein-westfälischen Herne hat tatsächlich schon die Hälfte ihres gehamsterten Klopapiers aus der Anfangszeit von Corona aufgebraucht.
"So! Die Hälfte ist geschafft", strahlt Celine Fulbrecht zufrieden und deutet auf den Toilettenpapiervorrat in ihrer Besenkammer. "In spätestens fünf weiteren Jahren können wir dann wohl endlich ganz mit der Coronazeit abschließen." Ihre Augen werden feucht. "Für mich ist das heute ein wichtiger Meilenstein."
Dass es am Ende so schnell geht, hätten Celine und ihr Mann Robert nicht gedacht. "Wir haben es damals ein bisschen übertrieben, weil wir Angst hatten, dass die anderen uns alles wegkaufen. Aber am Ende waren wohl wir die, die den anderen alles weggekauft haben. Tja."
Immerhin half die Geburt ihres zweiten Kindes während der Pandemie, den Toilettenpapierverbrauch der Familie anzukurbeln. "Unsere Paula hier war ein echtes Wunschkind. Ohne sie wären wir wohl erst 2035 mit dem Vorrat durch", meint Robert Fulbrecht nur halb im Scherz. "Aktuell trocknen wir ja zusätzlich unser Geschirr mit Klopapier statt mit einem Stofftuch, einfach nur, damit das Zeug schneller wegkommt."
Zur Feier des Tages gibt es heute das Lieblingsessen der Familie: Bolognese-Soße mit Nudeln, die ebenfalls noch aus Restbeständen von 2020 stammen.
ekö, ssi, dan