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Achten immer weniger auf ihr Äußeres: Erste Pinguine tragen Jogginghose statt Frack

Antarktis (dpo) - Ein schleichender Kulturwandel macht sich derzeit in der Fauna der Antarktis bemerkbar. Dort beobachten Wissenschaftler seit Jahren, dass immer mehr Pinguine bei der Wahl ihres Outfits den schicken Frack zugunsten der deutlich bequemeren Jogginghose verschmähen.

"Es gibt nach wie vor zahlreiche ältere Pinguine, die noch den traditionellen Frack tragen", erklärt Biologin Barbara Jenkins. "Aber gerade bei den jüngeren Tieren wird die Jogginghose immer beliebter und ist längst im normalen Alltag angekommen."

Ein wichtiger Grund für den Siegeszug der grauen Beinbekleidung ist laut Forschern die Bequemlichkeit der Jogginghose, die vor allem beim Fischfang im Ozean dem eher steifen Frack überlegen ist. "Die Zeiten, wo man sich in Schale wirft, nur um den ganzen Tag Fischen hinterherzuhetzen und sie anschließend in die Münder seiner Kinder zu erbrechen, sind vorbei."

Wie Barbara Jenkins erklärt, spielt nicht zuletzt auch der Klimawandel eine Rolle: "Auch die Antarktis erwärmt sich. Während sich frühere Pinguingenerationen noch über die Wärme eines schwarzen Fracks freuten, mag es die Jugend heute eher oberkörperfrei, um bei den immer wärmeren Temperaturen nicht ins Schwitzen zu kommen. Die Jogginghose rundet diesen legeren Look ab."

Dass der Wechsel der Generationen auch vor Pinguinen nicht Halt macht, zeigt nicht zuletzt das inzwischen bemerkbare Aufkommen noch knapperer Federkleider. So wurden in diesem Jahr in der Atka-Bucht erstmals Pinguine gesichtet, die lediglich Stringtangas trugen.

pfg, dan; Foto: Shutterstock
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