
Ex-Innenminister Hans-Peter Friedrich und Verkehrsminister Alexander Dobrindt erklärten heute bei einer Pressekonferenz, warum die CSU die Maut schnellstmöglich im EU-Parlament beschließen lassen will.
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Friedrich bei der Präsentation der Mautpläne |
Sobald die Mittelmeerüberquerungsmaut beschlossen ist, kann in allen größeren nordafrikanischen Städten eine Vignette erworben werden, die gut sichtbar am Boot befestigt werden muss. Wochen- (25 Euro), Monats- (50 Euro) und Jahresvignetten (200 Euro) sollen dabei jeweils günstiger sein als Vignetten für eine einmalige Überfahrt (10 Euro). Booten in Seenot wird nur dann von der Küstenwache geholfen, wenn sie über eine gültige Vignette verfügen und diese noch gut sichtbar aus dem Wasser ragt.
Ein Teil der Einnahmen soll dabei auch in die Instandhaltung der Strände Italiens, Spaniens und insbesondere Mallorcas fließen.
Hans-Peter Friedrich verspricht sich durch die Einführung der Mittelmeermaut außerdem einen Rückgang der Armutsflüchtlinge, die ihm schon lange ein Dorn im Auge sind. Schlepper und Flüchtlinge würden sich künftig zweimal überlegen, ob sie die lebensgefährliche illegale Überfahrt in einem winzigen Boot riskieren sollen, wenn sie dafür bezahlen müssten.