
Der Postillon: Herr Westerwelle, ich hoffe es geht Ihnen mittlerweile wieder besser. Sie waren ja erkrankt.
Guido Westerwelle (einen Tick zu laut): Sie wissen doch selbst am besten, dass dies ein Fake-Interview ist. Insofern braucht Sie die Antwort darauf nicht zu interessieren, da Sie sie ja ohnehin selbst schreiben könnten.
Postillon: Oh, ok. Dann kommen wir eben gleich zur Sache: Wie wollen Sie die versprochenen Steuersenkungen finanzieren?
Westerwelle (einen Tick zu laut): Genauso, wie wir es vor der Wahl und noch bis vor wenigen Tagen versprochen haben: Für Steuersenkungen dürfen keine neuen Schulden aufgenommen werden - stattdessen nehmen wir neue Schulden auf.
Postillon: Stimmt - in Form eines Nebenhaushaltes. Aber haben Sie Nebenhaushalte vor der Wahl nicht noch strikt abgelehnt?
Westerwelle (einen Tick zu laut): Richtig. Deshalb richten wir ja auch keinen Nebenhaushalt ein, sondern einen Nebenhaushalt.
Postillon: Und wie wollen Sie diese neuen Schulden je wieder abbauen. Durch sozialen Kahlschlag?
Westerwelle (einen Tick zu laut): Da müssen Sie sich keine Sorgen machen. Mit der FDP wird es keinen sozialen Kahlschlag geben, sondern vielmehr einen sozialen Kahlschlag.
Postillon: Und Sie haben keine Sorge, dass Ihre politischen Gegner jetzt Alarm schlagen?
Westerwelle (einen Tick zu laut): Ach i wo, seit dieser Teufelskerl Westerwelle nicht mehr in der Opposition sitzt, sehe ich niemanden, der uns da gefährlich werden könnte. Der war ja einer der erbittertsten Gegner solcher Tricks.
Postillon: Ich sehe, Sie haben das alles gut durchdacht. Vielen Dank für dieses Interview.
Westerwelle (einen Tick zu laut): Gerne doch.